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Von Farben und anderen Übergängen

Wesentlich einfacher einen zum Filminhalt passenden Übergang zu finden, ist die Wahl der passenden Farbe für bestimmte Sequenzen. Normalerweise filmen Sie in Farbe, für deren korrekte Wiedergabe der Weißabgleich sorgt. Gewollte Farbveränderungen, wie Schwarzweiß oder Sepia können per Menü am Camcorder für die Aufnahme ausgewählt werden. Mit dem Schwarzweißeffekt unterstützen Sie den Rückblick in eine Zeit, in der es kein Farbfernsehen gab. Wollen Sie mit den Szenen einen noch weiter zurückliegenden Zeitraum verdeutlichen, dann eignet sich der Sepia-Effekt mit seiner rotbraunen Farbe sehr gut. Ein Effekt, der auch bei den Aufnahmen von alten Fotos im Fotoalbum gut zur Geltung kommt.

Der richtige Umgang mit der Farbgestaltung ist letztlich immer Erfahrungssache. Denn erst mit den vielen Videofilmen, die man realisiert hat, bekommt man ein Gespür für die bessere Bildgestaltung und für die Szenenübergänge. Deshalb sollten Sie möglichst immer die einzelnen Farben im Bild beachten und entweder bereits bei der Aufnahme oder später beim Videoschnitt den passenden Farbanschluß in der Folgeszene suchen.

Ähnliche Gegenstände oder Motive sind eine weitere Variante für fast nicht sichtbare Schnitte. Sie zeigen am Ende der Frühstücksszene einen Ausschnitt aus der Tageszeitung. Schnitt. Die Kamera zoomt vom Wochenmagazin zurück, das ein Mann auf der Parkbank liest, in die Totale. Ein anderes Beispiel: Sie schwenken am Szenenende von der Landschaft in den Himmel und beginnen die Folgeszene mit einer Wolkenaufnahme, die Sie am neuen Schauplatz filmen und schwenken zurück auf die Erde.

Motive, die sich scheinbar im Nebel oder in der Unschärfe auflösen, sind weitere sehr einfach zu realisierende Blenden, die zwei Szenen weich verbinden. Den Nebel erzeugen Sie, indem eine andere Person den Zigarettenrauch am Ende der ersten Szene und ebenso am Anfang der zweiten Einstellung vor das Objektiv bläst. Ende und Anfang in der Unschärfe und danach zurück in die Schärfe erreichen Sie mit einer raschen Drehung am Schärfering des Objektivs, wenn Sie die Schärfe manuell einstellen und sich der Objektivring bewegen läßt. Mit den Tipptasten für die manuelle Schärfe kann dieser Effekt nach einiger Übung auch gelingen. Die Technik wirkt allerdings nur bei einer relativ langen Brennweite, weil sich nur dann die Konturen des Bildes deutlich in der Unschärfe auflösen.

(c) Wilfried Strauß

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